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von Alois Vogl , 06.01.2006 - 11:16 Uhr



Neues Jahr, neues Glück – so gehe ich die nächsten Aufgaben im Weltcup an und ich bin vorsichtig optimistisch, dass es jetzt besser bei mir laufen sollte, als es in der bisherigen Saison der Fall gewesen ist. Ich will nicht jammern und nach Entschuldigungen suchen, aber die vergangenen Wochen waren nicht leicht für mich, denn ich war gesundheitlich angeschlagen und hatte seit der November-Tournee in Übersee mit einer Viruserkrankung zu kämpfen. Ständig war mir übel und ich fühlte mich matt und schlapp. Da geriet auch das Training schon zur Herausforderung.

Gutes Training zwischen den Feiertagen
Seit Weihnachten habe ich das Problem aber – hoffentlich – endlich in den Griff bekommen. Jetzt läuft das Training auch wieder in geordneten Bahnen und das Trainingslager auf der Reiteralm und in Schladming zwischen Weihnachten und Neujahr lief super. Die Bedingungen waren schlicht ‚gewaltig’, beste Verhältnisse, ‚brutal’ vereiste Piste – genau was ein Rennfahrer liebt. Von Tag zu Tag fühlte ich mich besser und die Sicherheit kommt mit jeder Trainingseinheit zurück.

Schwerer Hang in Adelboden
Bis Freitag einschließlich hat für mich das Training auf der Reiteralm oberste Priorität, dann beginnt der Countdown für die Rennen in der Schweiz. Adelboden an diesem und Wengen am folgenden Wochenende sind die nächsten Stationen im Weltcup. Dann gilt es und ich gebe zu, dass es bei mir schon ein wenig ‚kribbelt’. Denn Adelboden ist aus meiner Sicht der schwerste Slalomhang im Weltcup und in Wengen habe ich im letzten Jahr meinen ersten Weltcupsieg gefeiert. Doch dafür kann ich mir heute leider nichts mehr kaufen. Ich muss von Rennen zu Rennen denken, da ist selbst die Qualifikation für Olympia zweitrangig. Das ergibt sich automatisch, wenn ich gut fahre.

Spannender Slalom erwartet
Und als Skifan kann man sich auf die Rennen in Adelboden am Kounisbergli nur freuen. Das wird kerniger Skisport. Die Stimmung ist dort schon immer riesig gewesen und am Sonntag werden sicher erneut die Massen an der Strecke stehen. Ich habe den Hang eigentlich gerne. In der Mitte ist das Gelände sogar fast zu steil zum Slalomfahren. Da hast Du bei sieben, acht Schwüngen das Gefühl, dass Du ins ‚Bodenlose’ fällst. Auch das restliche Terrain ist sehr wellig und der Hang neigt sich außerdem in Zielnähe nach rechts unten. Da kann man als Trainer wunderbar einen ‚heißen’ Parcours ausflaggen.

Völkl-Material passt
Favorit ist für mich einmal mehr der Italiener Giorgio Rocca. Der fährt in diesem Winter im ersten Durchgang einfach nur runter, schaut sich die ganze ‚Gaudi’ an und hat es dann dank seiner Form im Finale in der Hand. Stark fährt derzeit auch der US-Boy Ted Ligety. Das wundert mich allerdings nicht, denn er ist ja auch ein Markenkollege und hat einen guten Ski. Ein Grund mehr für mich an bessere Tage zu glauben, denn das Völkl-Material passt.

Ich werde Vollgas geben, drückt mir bei den Eidgenossen die Daumen.

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